Die reinen Deepsky-Nächte sind in diesem Diagramm nicht dargestellt, d.h. die schwarzen Balken repräsentieren auch die Mondphasennächte.
Bedauerlicherweise gehören die Monate Mai - Juli zu den sogenannten weißen Nächten, d.h. die Sonne verschwindet durch ihre Präsenz zur Nordhalbkugel in unseren Breiten keine 18 Bogengrad unter den Horizont. Einfallende Sonnenstrahlen in der Hochatmosphäre ermöglichen dann Streulichteffekte. Für den Astrofotografen bedingt das eine geringere astronomische Reichweite und dem/der erfahrenen visuellen Beobachter/in wird eine Aufhellung des Okulargesichtsfeldes beschert. Beim Herumstöbern in einem Astronomieprogramm (Guide 7.0) fand ich heraus, daß die Sonne gegen Mitternacht am 1.Juni 1999 ca. 16,5° unter dem Horizont verschwindet. So ein Programm ist sehr nützlich, aber für diese Berechnung nicht notwendig. Schaue ich in ein astronomisches Jahrbuch, z.B. Himmelsjahr, kann ich unter der Rubrik Sonnenlauf am 1.Juni 1999 feststellen, dass die Sonne eine Deklination von +22° besitzt. Will ich nun errechnen, wie weit sich die Sonne max. unter den nächtlichen Horizont bewegt, rechne ich : 90° - 51,5° (nördl. Breite) - Delta Sonne = 16,5° unter dem Nordhorizont! Noch einfacher läßt sich im übrigen dieser Wert aus einer drehbaren Himmelskarte ermitteln.
Wie hoch steht eigentlich die Sonne zur Mittagszeit desselbigen Tages im Süden? 90° - 51,5° + Delta Sonne = 60,5°. Aber Vorsicht, Delta +22° ist kein fixer Wert, er ändert sich ständig, weil Delta Sonne ein Spiegelbild der Erdachsenneigung (23,5°) auf der Bahnebene der Erde um die Sonne (Ekliptik) darstellt. Zu kompliziert?! Auch da hilft wieder der Blick auf eine drehbare Sternkarte z.B. die von Kosmos.
C s für y 2000.0
Frank Teske
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