Um die Entfernungen der nächsten Sterne (d.h. Sterne mit einer Entfernung
von weniger als 100 Lichtjahren) zu bestimmen, benutzen die Astronomen die
sogenannte "Parallaxen-Methode". Diese Methode geht nur davon auss, dass sich
die Erde auf einer Kreisbahn um die Sonne bewegt. Vielleicht kennst Du schon das
als Parallaxe bezeichnete Phänomen. Wenn nicht, versuche doch mal folgendes:
Strecke doch mal Deine Arm aus uns schau mit den rechten Auge über Deinen Daumen
hinweg. Wenn Du nun abwechselt mit dem rechten und Linken Auge über den Daumen
hinwegpeilst, wirst Du feststellen, wie sich der Daumen gegenueber dem Hintergrund
hin- und herspringt. Diese Verschiebung nennt man "Parallaxe". Je weiter Du den
Arm ausstreckst, desto kleiner ist die Parallaxe.
Nun betrachte einmal die Erde, wie sie sich auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne
bewegt. Wenn einen nahen Sterns heute und in einem halben beobachten, sehen
wir den Stern von zwei verschieden Positionen aus - genauso als ob Du Deinen Daumen
mal mit dem rechten und mal mit dem linken Auge anschaust. Das ist in der Abbildung
unten dargestellt.

Aus dem oberen Bild kannst Du folgendes sehen: Den Verschiebungswinkel (d.h.: die Parallaxe) hällt man, wenn man die Position des Sterns an zwei Zeitpunkten bestimmt, die um ein halbes Jahr auseinander liegen. Kennt man jetzt noch den Redbahnradius, so kann man daraus die Entfernung des Sterns berechnen. Die Parallaxe ist um so kleiner, je weiter ein Stern entfernt ist. Bei Entfernungen über 100 Lichtjahren wird die Parallaxe aber so klein, dass man sie von der Erde aus nicht mehr messen kann.
Die mathematische Formel für die Berechnung der Entfernung lautet:

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