1.3 Das richtige für kalte Nächte
Mehrere dünne Kleidungstücke übereinander getragen sind oft besser als ein dickes Kleidungsstück. Das äußerste Kleidungsstück sollte windundurchlässig sein, damit die kalte Luft draußen bleibt. Es sollte auch Gummibänder oder Kordeln haben, damit man es an Taille, Ärmel und Kapuze zuziehen kann.
Außerdem ist es wichtig, Ihren ganzen Körper gleichmäßig zu bedecken. Drei Pullover und ein dicker Mantel werden Sie nicht warmhalten, wenn ihre Beine nur mit einer Shorts bekleidet sind. Lange Unterwäsche und vielleicht ein Skianzug sind genau so wichtig wie ein warmer Mantel. 40% der Körperwärme gehen über den Kopf verloren. Eine warme Mütze und ein Schal sind daher wichtig.
Übergänge verschieden Kleidungsstücke sollten durch verschiedene Schichten abgedichtet werden, damit keine unbedeckten Stellen entstehen. Ziehen Sie z.B. die Socken über die Enden Ihrer Hosen. Damit verhindern Sie, daß kalte Luft an Ihren Beinen entlang strömt.
Schützen Sie Ihre Extremitäten. Finger, Ohren, Zehen und Nase fangen erfahrungsgemäß zuerst an zu frieren. Richtige Stiefel sind wichtig. Ihre Stiefel sollten sehr gut isoliert sein. Viele Amateure bevorzugen sogenannte "Moon Boots". Durch den Kontakt der Stiefel mit dem kalten Boden geht ebenfalls viel Wärme verloren. Daher sollten Sie Einlegesohlen verwenden. Achten Sie beim Kauf der Stiefel darauf, daß diese groß genug sind, um auch noch mehrere Paar Strümpfe tragen zu können. Die Stiefel dürfen Ihre Füsse nicht "einquetschen" und den Blutkreislauf behindern. Sonst fangen sie sehr schnell an zu frieren. Zum Schutz der Finger tragen einige Amateure dünne Skihandschuhe und ziehen dicke Fausthandschuhe darüber. Bei Bedarf werden die Fausthandschuhe einfach ausgezogen. Zum Schutz der Nase und des Gesichts kann man eine Skimaske verwenden. Nehmen Sie nur Skimasken mit einem Loch für den Mund. Sonst kriecht die feuchte Atemluft aus den Augenlöchern der Skimaske heraus und beschlägt die Okulare.
Heißer Kaffee mag zwar angenehm sein, aber er behindert den Blutkreislauf in den Extremitäten. Tabak hat die selbe Wirkung. Heißer Tee oder ein anderes süßes Getränk ist besser. Vermeiden Sie Alkohol! Er reduziert Ihre Fähigkeit schwache Lichteindrücke sehen zu können. Außerdem führt er zu einer Erweiterung der Kapillargefäße in der Haut und damit zu Wärmeverlust.
Wenn Sie einmal anfangen zu frieren, dann ist es ohne eine externe Wärmequelle sehr schwierig wieder warm zu werden. Suchen Sie einen warmen Platz auf oder machen Sie ein paar gymastische Übungen. Ein gesunder Kreislauf verteilt die dabei entstehende Wärme über den ganzen Körper. Der Körper älterer und sehr schlanker Menschen produziert weniger Wärme. Daher frieren diese Personen leichter. Kräftige, sportliche Übungen steigern den Metabolismus noch bis zu sechs Stunden lang. Der frühe Abend wäre eine sehr gute Zeit für Außenarbeiten. Aber übertreiben Sie es nicht. Sonst kühlen Sie hinterher noch schneller aus.
Ein wenig bekannter Grund von Erkältungen und Kopfschmerzen im Winter ist Dehydration (Austrockung). Beim Einatmen trockener Luft verliert man viel Wasser, da Kälte den Durst hemmt, trinkt man auch nicht genug. Wenn das Wasser im Körper knapp wird, versucht er Wasser zu sparen, indem er die Zirkulation in den Extremitäten reduziert. Dadurch frieren die Hände und Füße leichter. Trinken Sie also viel Wasser bevor sie beobachten gehen.
Autobatterien verlieren bei Kälte an Leistung. Auch wenn Sie unter normalen Bedingungen Ihre Ausrüstung damit betreiben und hinterher immer noch genügend Saft für den Anlasser drin ist, so versuchen Sie das lieber nicht bei extremer Kälte. Im Zweifelsfall lassen Sie lieber Ihren Automotor für zehn Minuten pro Stunde laufen. Es ist eine gute Idee Ihre Ausrüstung mit einer seperaten 12-Volt Batterie zu betreiben.
Wenn Sie ein Handy haben, dann ist es eine gute Idee es bei Ihren nächtlichen Beobachtungstouren stets aufgeladen dabeizuhaben. Erstens können sie damit im Zweifelsfall schnell Hilfe herbeitelefonieren. Zweitens sind Sie damit für Ihre Angehörigen zu erreichen, falls diese sich Sorgen machen sollten.
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