Einführung in die Astronomie Teil 4 - Das kleine 1x1 der Astrophysik

4.0 Astronomie+Physik = Astrophysik

Moderne Astronomie ist ohne die Physik undenkbar geworden. In früheren Jahrhunderten haben sich die Astronomen damit zufriedengegeben Helligkeiten und Positionen von Himmelskörpern zu beobachten. Heutzutage sind die Astronomen damit beschäftig mit Hilfe physikalischer Gesetze und Formeln neue Erkenntnisse über das Universum zu gewinnen. Ungekehert bietet das Universum die Möglichkeit das Verhalten der Materie unter extremsten Bedingungen zu studieren, die sich in irdischen Laboratorien niemals erzeugen lassen. So kann man z.B.in Galsnebeln das Verhalten von extrem verdünnten Gasen undersuchen. Während man bei Neutronensternen die Eigenschaften von extrem starken Gravitationsfeldern untersuchen kann um daran z.B. Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie zu testen (1993 wurde eine solche Arbeit mit dem Nobelpreis ausgezeichnet). Dementsprechend wird die Astronomie an deutschen Universitäten als ein Teilgebiet der Physik betrachtet. Die Astronomie gehört in Deutschland zur Angewandten Physik. Wer also hierzulande Astronom werden möchte, muß daher erst einmal die gleiche physikalische Grundausbildung über sich ergehen lassen wie alle anderen Physiker auch.

Es versteht sich, daß man mit ein paar WWW-Seiten niemanden zum Astrophysiker ausbilden kann. Das soll auch nicht Sinn dieser Seiten sein. Es geht mir nur, darum zu zeigen, wie man mit Hilfe einiger einfacher physikalischer Formeln (keine Bange - so schlimm wird's schon nicht!) Erkenntnisse über das Weltall gewinnen kann.


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© Die AVG Internet-Redaktion, letzte Änderung: 08.04.2000