Das Hubble Space Telescope

Maedchen, dass ein Datenband liesst

Hättest Du das gedacht?

Das Hubble Space Telescope wurde nach dem Astronomen Edwin Hubble benannt. Seine Beiträge zur Astronomie waren ein Klassifikationsystem für Galaxien und die Hubblekonstante. Die Hubble-Konstante bestimmt die Beziehung zwischen der Entfernung einer Galaxie von der Erde und der Geschwindigkeit, mit der sie sich von der Erde entfernt.

Lange bevor Menschen ins All flogen sehnten sich Astronomen danach, ein Teleskop weit außerhalb der lichtverschluckenden Erdatmosphäre aufzustellen. 1962 schlug das Komitee der Nationalen Akademie der Wissenschaften die Entwicklung eines solchen Teleskops vor. 1968 und 1972 wurden die ersten Satelliten die zur Beobachtung von Sternen dienen sollten, gestartet. Diese Satelliten bildeten die Grundlage, auf der viel leistungsfähigere Weltraumteleskope gebaut werden konnten. Mit der Entwicklung des Space Shuttles hatte man nun die Möglichkeit, Weltraumteleskope ins All zu befördern und diese auch zu warten. 1973 wählte die NASA ein Team von Wissenschaftlern aus, um den grundlegenden Entwurf für ein solches Teleskop festzulegen. 1977 stellte der Kongress die Gelder für das Teleskop bereit. Konstruktion und Zusammenbau des Teleskops waren 1985 beendet. Das Hubble Space Telescope sollte eigentlich 1986 gestartet werden, aber die Explosion der Raumfähre Challenger verzögerte den Start bis zum 24. April 1990. Nach dem sich das Teleskop schon in der Erdumlaufbahn befand, wurde ein optischer Fehler im Spiegel festgestellt. Dieser Fehler verhinderte, daß die Wissenschaftler so klare Bilder mit dem Teleskop bekamen, wie sie ursprünglich erwartet hatten. Am 2. Dezember 1993 installierte eine Crew der Raumfähre Endeavor eine Korrektions-Optik, die für scharfe Bilder sorgte.


Das HST bei Cape Kennedy vor dem Start

Wartungsarbeiten am Hubble Space Telescope

Das Hubble Space Telescope hat viele wissenschaftliche Instrumente an Bord. Darunter befinden sich zwei Kameras, zwei Spektrographen, und Steuerungs-Sensoren. Hubble wird von Wissenschaftlern auf der Erde kontrolliert, die mit Hilfe von Gyroskopen messen, wie schnell sich Hubble bewegt. Wenn Hubble von einem Objekt auf ein anderes ausgerichtet wird, dann bewegt es sich extrem langsam. Andere Gyroskope helfen dabei, das Teleskop auf sein Ziel auszurichten. Wissenschaftler benutzen Radiosignale, um mit Hubble zu kommunizieren. Hubble sendet seinerseits Bilder und Daten, die es aufgenommen hat, mit Hilfe von Radiosignalen zur Erde. Die Daten von Hubble werden zuerst zu einem Tracking and Data Relay Satelliten (TDRS) geschickt, der sich in einer geostationären Umlaufbahn befindet. Dieser Satellit sendet die Daten dann weiter zu einer Station in White Sands, New Mexico. Von dort aus werden sie zu einem anderen Satelliten geschickt, der sie anschließend zur NASA ins Goddard Space Flight Center in Greenbelt, Maryland sendet. Jede Kommunikation mit Hubble geht auf dem selben Wege wieder zurück.

Hubble hat zwei Sonnenkollektoren. Beide sind 2,3 mal 11,9 Meter groß. Diese Sonnenkollektoren wandeln das Sonnenlicht direkt in elektrische Energie um, die Hubble zum Betrieb seiner Instrumente braucht. Hubble benötigt 96 Minuten für einen Umlauf um die Erde. Das Hubble Space Telescope wurde dafür konstruiert, 15 Jahre lang in der Erdumlaufbahn zu arbeiten. Es werden mehrmals Wartungsmissionen von Astronauten mit dem Space Shuttle durchgeführt, um Hubble im bestmöglichsten Zustand zu erhalten. Außerdem bauen sie neue Instrumente ein, um Hubbles Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Eine solche Mission fand im Februar 1997 satt, bei der die Astronauten nicht nur neue Instrumente einbauten, sondern auch Reparaturen an der Isolation durchführten, die Hubble vor den extremen Temperaturen im All schützt.

Zeichnung des Space Telescopes
Zeichnung des Hubble Space Telescopes

Eine Frage

Auf wen ist das Hubble Space Telescope angewiesen, wenn Reparaturen nötig werden?

Maedchen mit einem Teleskop


Wußtest Du schon?


Die Antwort


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Übersetzt mit freundlicher Genehmigung von Dr. Laura A. Whitlock.
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