Raumstation Mir

Junge mit einem Taschenrechner

Hättest Du das gedacht?

Dr. Valeri Polyakov, ein russischer Kosmonaut, war vom 8. Januar 1994 bis März 1995 im All. Er hält den Rekord für den längsten durchgehenden Aufenthalt im All.

In den zehn Jahren, in denen sie sich in der Umlaufbahn befindet, war die russische Raumstation Mir ein Zuhause für 59 Menschen und 23 verschiedene Besatzungen aus mehr als zwölf Ländern. Die Crews bestanden aus russischen Kosmonauten, Astronauten aus Syrien, Österreich, Deutschland, Frankreich, Japan und den USA. Mir wurde so konstruiert, daß sie erweitert werden kann. Sie besteht aus verschiedenen Modulen, die beweglich sind, um sich an verschiedene Missionen anzupassen. Das erste Modul, Mirs Hauptbaustein, wurde am 20. Februar 1986 gestartet. Das Hauptmodul enthält Lebensräume, Lebenserhaltungssysteme und Labors. Mir hat auch vier Ankerplätze für andere Module und Andockplätze für Soyuz-TM- und Progress-M-Raumschiffe. Soyuz-TM ist ein bemanntes Raumschiff, das zum Transportieren von Crews und Fracht zur Raumstation und wieder zurück benutzt wird. Das unbemannte Progress-M Raumschiff kann zum Durchführen vom Experimenten dienen, während es an der Raumstation angedockt ist, oder dazu, Ausrüstungsgegenstände und Daten zur Mir bzw. von ihr weg zu schicken. Es kann auch dazu benutzt werden, Abfälle aus der Station zu entfernen. Mir war während ihrer zehn Jahre im All ständig bemannt. Normalerweise beherbergt sie zwei oder drei Kosmonauten, aber für einen Monat waren schon einmal bis zu sechs Menschen auf Mir.


Die Mir Raumstation

Atlantis hat an Mir angedockt
Gegenwärtig sind fünf Module am Hauptmodul von Mir angedockt. Kvant-1 ist ein Astrophysik-Modul, das Informationen liefert über die Physik aktiver Galaxien, Quasare und Neutronensterne. Kvant-2 ist ein Wissenschafts-Modul. Es liefert biologische Daten, führt Erdbeobachtungen durch und liefert Informationen über die Auswirkungen des Alls auf Elektronik und Baustoffe. Das Technologiemodul Kristall hat eine Andockvorichtung, an der das Space Shuttle andocken kann. Dadurch kann das Space Shuttle wie ein Soyuz-TM oder ein Progress-M Raumschiff benutzt werden. Weltraumtechnologie-Experimente können auch im Shuttle-Andock-Modul ausgeführt werden. Das Spektr Modul wurde im Juni 1995 angedockt. Im Moment ist das European Space Exposure Facility daran befestigt. Es soll Teilchen in der unteren Erdumlaufbahn studieren. Das Priroda Fernerkundungs-Modul wurde im April 1996 gestartet. Es enthält Instrumente, die die Ozon- und Aeorsolkonzentrationen in der Erdatmosphäre messen.

Am 25. Juni 1997 rammte ein unbemannter Progress M Frachttransporter das Spektr Modul. Die Kollision fand während des Tests eines neuen Leitsystems statt. Das Spektr Modul ist das wichtigste Modul für die Erzeugung von Elektrizität. Es beherbergt viele Experimente, von Wissenschaftlern aus den Vereinigten Staaten. In diesem Modul befanden sich auch sämtliche Habseligkeiten vom US-Astronauten Michael Foale. Der Zusammenstoß mit den Transporter verursachte ein Loch im Spektr Modul, wodurch der Luftdruck an Bord der Mir abfiel. Die zwei russischen Kosmonauten, Vasiliy Sibliyev und Alexander Lazutkin und der amerikanische Astronaut verschlossen das Modul. Ungefähr 50% der Stromversorgung von Mir gingen bei diesem Zwischenfall verloren. Gegenwärtig wurde die Stromversorgung der anderen Module wiederhergestellt, und eine neue Astronauten-Kosmonauten-Crew befindet sich auf Mir. Sie werden weiterhin alle notwendigen Reparaturen ausführen und alle geplanten Experimente an Bord durchführen.

Am 27 August 1999 verließ die Crew aus zwei russischen und und einen französischen Astronauten die Raumstation MIR und kehrte zur Erde zurück. MIR war nun zum ersten Mal sein 1987 unbemannt. Es war geplant, keine weiteren Astronauten zur Raumstation MIR hinaufzuschicken, und somit sollte die Lebenszeit der MIR-Station zu Ende sein. Überraschender Weise wurde dann entschieden, im März 2000 nochmal für 45 bis 72 Tage eine Mission zur Raumstation MIR zu schicken. Diese Mission wurde druch einen mehrere Millionen Dollar großen Beitrag einer britischen Firma zum russischen Weltraumprogramm ermöglicht. Was nach dem August 2000 aus der Raumstation MIR wird, hängt davon ab, ob es genügend private Geldgeber geben wird. Sonst wird man die Raumstation MIR in der Erdatmosphäre verglühen lassen.

Eine Frage

Warum gibt es keine Standartbeschreibung von der Form der Raumstation Mir?

Maedchen mit einer Rakete


Wußtest Du schon?


Die Antwort


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Übersetzt mit freundlicher Genehmigung von Dr. Laura A. Whitlock.
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