Die Frage des Monats

Willkommen bei einer neuen Rubrik von StarChild! Jeden Monat werden wir an dieser Stelle eine häuftig gestellte Frage beantworten.

Die Fragen aus vergangenen Monaten könnt Ihr in unserem Archiv finden.

Die Frage:

Liebes StarChild,
was ist der Sonnenzyklus?

Die Antwort:

Die Menge des Fagnetischen Flusses, der durch die Sonnenoberfläche austritt, variiert in einem Zeitraum von etwa 11 Jahren. Diesen Szeitraum nennt man den "Sonnenzyklus" und manchmal auch "Sonnenfleckenzyklus". Im Minimum des Sonnenzyklus zeigt die Sonne kaum Sonnenflecken auf ihrer Oberfläche. Findet man doch welche, so sind sie sehr klein und existieren nur eine kurze Zeit lang. Im Maximum des Sonnenfleckenzyklus findet man sehr viele Sonnenflecken (manchmal sogar über 100 auf einmal!). Außerdem können die Felcken dann auch über 50 000 km groß werden und mehrere Wochen zu beobachten sein. Das letzte Sonnenfleckenmaximum war in den Jahren 1989-1990, und wir erwarten das nächste für 2000 oder 2001.

solar_cycle

Sonnenflecken sind Gebiete auf der Sonnne, wo das Magnetfeld sehr stark ist. Im sichtbaren Licht erscheinen Sonnenflecken dunkel weil sie über 1000 Grad kälter als ihre Umgebung sind. In der Regel hat die Sonnenoberfläche eine Temperatur von 5400#&176;C, aber in großen Sonnenflecken kann die Temperatur auf 4000#&176;C herabsinken. Sonnenflecken haben in der Regel eine Größe zwischen 2500km und 50 000 km. Das scheint auf dem ersten Blick recht groß zu sein. Doch in Wirklichkeit ist es winzig verglichen mit dem Sonnendurchmesser von 1 392 000 km. Die meisten Sonnenflecken haben etwa eine runde Form. Bei Sonnenflecken unterscheidet man zwei Gebiete: die Umbra und die Penumbra.

sunspot

Sonnenflecken gibt nicht überall auf der Sonne. Sie erscheinen in der Regel in einem 15 bis 20 Grad breitem Gebiet nördlich und auch südlich vom Sonnenäquator. Die heliographische Breite (d.h. der Abstand vom Sonnenäquator) dieses Bandes verändert sich im Laufe des Sonnenzyklus. Kurz nach dem Minimun erscheinen die Sonnenflecken bei einer heliographische Breite von 25 bis 30 Grad auf beiden Seiten des Äquators. Je weiter der Sonnenzyklus voranschreitet, desto mehr näher erscheinen die Sonnenflecken am Sonnenäquator. Die letzten Sonnenflecken eines Sonnenzyklus erscheinen bei einer heliographische Breite von 5 bis 10 Grad. Während des ganzen Sonnenfleckenzyklus tauchen niemals Sonnenflecken bei einer höheren heliographischen Breite als 70 Grad auf.

Auf folgenden Internet-Seiten findest Du weitere Informationen über Sonnenflecken und den Sonnenfleckenzyklus:

 StarChild ist nicht verantwortlich für den Inhalt fremder Internetseiten! 


Regeln für ungefährliches Beobachten von Sonne und Sonnenflecken

DU DARFST NIEMALS DIREKT MIT BLOSSEM AUGE ODER FERNGALS BZW. TELESKOP IN DIE SONNE SCHAUEN!!! Die gebündelten Sonnenstrahlen würden Deine Augen in Sekundenbruchteilen für immer zerstören.
Eine einfache und sichere Methode zur Sonnenbeobachtung mit dem Fernrohr ist die sogenannte Projektionsmethode. Man bringt dazu hinter dem Okular (dem hinteren Ende des Fernrohrs) in einem Abstand von etwa 20 bis 30cm ein weißes Stück Pappe an, auf dem das Sonnenbild dann projiziert wird. Dort kannst Du dann mit Deinen Freunden gleichzeitig das Sonnenbild betrachten. Das andere Stück Pappe am vorderen Ende des Fernrohrs soll seinen Schatten auf das projizierte Sonnenbild werfen. Dadurch kann man das projizierte Sonnenbild dann besser erkennen. Ausserdem kannst bei der Projektion der Sonnenflecken auf das Stück Pappe die Umrisse der Sonnenflecken leicht nachzeichnen. Wenn Du das mehrere Tage lang machst, fällt Dir leicht die Rotation der Sonne von Ost nach West auf.
Eine andere, sichere Methode zur Sonnenbeobachtung sind die sogenannten Objektivsonnenfilter. Das sind Filter, die am vorderen Ende eines Teleskops (dem Objektiv) befestigt werden und nur noch so wenig Sonnenlicht ins Teleskop lassen (etwa 1/100 000 der ankommenden Sonnenstrahlung), daß Du Dir die Sonne ohne Gefahr für Deine Augen mit dem Teleskop anschauen kannst. Diese Filter gibt es entweder als Folie (Preis: etwa 20DM für ein 20x30cm großes Stück) oder als Glasplatte (Preis: je nach Größe mehrere Hundert Mark).


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StarChild ist ein Service des "High Energy Astrophysics Science Archive Research Center" (HEASARC),  Direktor: Dr. Nicholas E. White, innerhalb des "Laboratory for High Energy Astrophysics" (LHEA) bei der NASA/ GSFC.

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Technische Unterstützung: Sherri Calvo


Übersetzt mit freundlicher Genehmigung von Dr. Laura A. Whitlock.
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