Die Frage des Monats

Willkommen bei einer neuen Rubrik von StarChild! Jeden Monat werden wir an dieser Stelle eine häuftig gestellte Frage beantworten.

Die Fragen aus vergangenen Monaten könnt Ihr in unserem Archiv finden.

Die Frage:

Liebes StarChild,
warum sind die Vulkane auf Io so interessant?

Die Antwort:

Im Oktober 1997 wurde die Raumsonde Cassini zum Saturn gestartet. Auf ihrem Weg dorthin kam sie an Jupiter und seinen Monden vorbei. Zusammen mit der Raumsonde Galileo, die seit 1995 den Jupiter umkreist, beobachtete Cassini zwischen November 2000 und Februar 2001 diesen Planeten. Die beiden Raumsonden untersuchten Jupiter aus verschiedenen Entfernungen: während Cassini in 10 Millionen km an Jupiter vorbeizog, beobachtete Galileo den Planeten aus 1 Millionen km Entfernung. Bei der Beobachtung des Jupitermonds Io fotografierten die beiden Raumsonden die Rauchfahne eines Vulkans, die von der Oberfläche dieses Mondes aufstieg. Die Fotos zeigten deutlich einen Ring aus frischen Ablagerungen um den Vulkan herum. Wenn man annimmt, dass diese Ablagerungen wenigstens einen Millimeter dick sind, dann erzeugte der letzte Ausbruch mehr Asche als 1980 der Ausbruch des Vulkans Mount St. Helen auf der Erde. Die Rauchfahne des Vulkans auf Io reichte eine Höhe von ungefähr 400km.

pele_volcano_on_Io
Schon vorher wurde die Rauchfahne des Vulkans Pele (siehe Abbildung links) entdeckt. Dieser Vulkan ist seit über vier Jahren aktiv und liegt in der Nähe des Äquators auf Io. Erst kürzlich wurde ein Vulkan in einem Gebiet mit Namen Tvashtar Catena in der Nähe des Nordpols von Io entdeckt. Das ist ungewöhnlich, denn vorher hatte man Rauchfahnen nur in der Nähe des Äquators beobachtet. Io ist der vulkanologisch aktivste Körper im Sonensystem. Galileo wird noch weiterhin Jupiter und seine Monde beobachten, während Cassini schon weiter auf seinem Weg zum Saturn ist. Im Juli 2004 wird Cassini in eine Umlaufbahn um den Saturn eintreten.


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StarChild ist ein Service des "High Energy Astrophysics Science Archive Research Center" (HEASARC),  Direktor: Dr. Nicholas E. White, innerhalb des "Laboratory for High Energy Astrophysics" (LHEA) bei der NASA/ GSFC.

StarChild Autoren: Das StarChild Team
StarChild Graphiken: Danksagung
StarChild Projekt-Leiterin: Dr. Laura A. Whitlock
Technische Unterstützung: Sherri Calvo


Übersetzt mit freundlicher Genehmigung von Dr. Laura A. Whitlock.
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