Im Folgenden haben wir kleine Bildergalerien zu den folgenden Themenbereichen verlinkt (1-6 Bilder). Manchmal enthalten die Abschnitte auch (noch) keine Bilder – dort, wo uns besonders historisches Bildmaterial fehlt.

Ausstattung

Die KM8-Montierung von Zeiss (1929) trägt ein Dreifach-Instrument: Mittig ein UV-Triplett 340/4130mm (mitte), oben einen Fraunhofer-Refraktor 250/4130mm, beide von 1927. Zu unterst die (vermutlich) erste kommerziell gefertigte Schmidtkamera der Welt (500/360/2000mm), die die Fa. Zeiss 1937 montiert hat. Hinzu kommen zwei kleine Zusatzinstrumente. Ein Sucher (150mm) und ein H-Alpha-Teleksop für die Beobachtung der Sonnenprotuberanzen (100mm).

Fisheye-Aufnahme unseres Freundes Frank Killich von der Kuppel aus dem Jahre 2008.

Öffentliche Führung am Taghimmel: Vorbereitung zur Sonnenbeobachtung.

Vorbereitung für eine CCD-Aufnahme des Sternenhimmels.

Zur leichteren Teilung großer Gruppen bei Führungen hat die AVG zwei feste Beton-Säulen errichtet um Himmelsobjekte parallel an kleineren Geräten zu zeigen. Eine kurze Säule trägt Netwon-Optiken und eine lange Säule ist für langbauende Refraktoren o. ä. Geräte gedacht. Das Bild zeigt die eingeschalte Säule vor dem Betonieren.

Die fertig betonierte lange Säule vor dem Ausschalen.

Es können alle gängigen Montierungen adaptiert werden. Hier eine Aufnahme für Vixen-Polaris-Montierungen.

Geschichte

Nachfolgend drei historische Bilder aus der Bauzeit, bzw. der Anfangsphase des Gebäudes.

Dieses Bild aus dem Jahre 1928 zeigt das Astrographengebäude noch als Baustelle. Bildquelle: Privat

 

Die beiden anderen Bilder aus den 30-er Jahren zeigen den Zustand des 1929 errichteten Astrographen vor dem Anbau der Schmidtkamera 1937. 1934 wuden unter Otto Heckmann und Hans Haffner die genaueste Photometrie eines Sternhaufens (M44 im Krebs) auf Film erstellt. Bildquelle für beide Bilder: UNI Göttingen.

Das Observatorium diente vor allem der Photometrie offener Sternhaufen. Daneben wurde die Eigenbewegung von Sternen untersucht. Wir suchen noch weitere Aufnahmen aus historischer Zeit! Bildquelle: UNI Göttingen.

Unterhaltung

Am 26.04.2021 hat die Stadtforst in Richtung Süden Bäume gefällt. Damit sind Deklinationen bis -30° zugänglich, was jetzt auch Zeitfenster schafft, um z. B. den Mond in den Sommermonaten in öffentliche Führungen aufzunehmen.

 

Deutlich tiefere Horizontlinie über den Kiefern, Blickrichtung Süd. Die dünne Laubgehölze stehen im Vordergrund.

Hier fällt die tiefere Horizontlinie noch besser auf.

Unterhaltung

Am 01.09.2019 gelang es, das ehem. Plattenarchiv des Hainberg-Observatoriums zu sichern. Bilder von der Abholung beim Argelander-Intstitut in Bonn.

Alle Kisten sind untergebracht. Anschließend wird die Ladung mit Spanngurten gesichert.

Die erste von insges. 5 Holzkisten ist eingeladen.

Im September/Oktober 2019 wurde unter großem Aufwand der Kuppelraum unter der Hebebühne aufgeräumt und umgestaltet. Die Holzbohlen um das Fundament herum mussten ausgetauscht werden. Bevor das ausgeführt werden konnte, waren  Schweißarbeiten zur Erneuerung der Metallschienen nötig, die die Bohlen halten. Anschließend erhielt der Fußboden eine robuste Beschichtung durch einen 2-Komponentenanstrich. Jetzt wirkt der Kuppelraum beim Betreten deutlich heller und freundlicher.  Teile werden als Ausstellungs-fläche genutzt.

Hinter der Werkstatt (auf dem rechten Bild hinter der Ecke ganz rechts) hat sich unser „Materiallager“ in eine aufgräumte helle Ecke verwandelt. Hier steht eine leichte Werkbank  für kleinere Arbeiten (s. o.).

Fundament der Montierung. Um das Fundament herum ist die neue Bohlenlage sichtbar.  Im rechten Bereich stehen Ausstellungselemente, links sind Schaukästen sichtbar. Im Hintergrund der Treppenaufgang zum Teleskop. Im Vordergrund ist unter der Hebeühne der Antriebsmotor für die Auf- und Abbewegung sichtbar.

Im August 2017 wurde (nach 2008) eine weitere Renovierung der Kuppel in Angriff genommen. Dieses Mal stand der Anstrich der Kuppelinnenseite auf dem Programm. Auch der Bereich der beiden Spalthälften musste überarbeitet werden. Drei Gerüstschüsse wurden dazu im Kuppelinneren aufgebaut.

Das im Kuppelraum aufgebaute Gerüst.

Das  frisch gestrichenene Abschlussblech des unteren Spaltelementes. Im Vorder-grund ist der Drehkranz für die Kuppeldrehung sichtbar und eine der Führungsrollen.

Bernd Lechte kniet auf dem unteren Spaltblech und bearbeitet die Seitenwangen.

Frisch gestrichenes Wangenelement der westlichen Spaltseite. Gut erkennbar: Das Kurbelgestänge zu seitlichen Bewegung der beiden Spalthälften.

Nach Abbau des Gerüstetes: Die Fachungen der Kuppel sind gelblich, die stützenden Elelemte in grau gehalten.

Der obere Kuppelteil. Die Spalthälften sind weiß gestrichen. Im Vordergrund die Gegengewichtsstange mit beiden Gegengewichten (560kg und 220kg).

Im Dezember 2013, gut 8 Jahre nach Beginn unserer Aktivitäten am Hainberg, stand das Abpumpen der abflusslosen Abwassergruben am Sonnenturm und am Astrographen an.

Der Pumpwagen setzt zurück; gleich geht’s los.

Abgesenkt in die Grube.

Das wäre geschafft.

Ende September 2012 wurde bei Fertigstellung der Drainage am Sonnenturm auch die Gelegenheit genutzt, die Entwässerung der Regenrinnen am Astrographen vom Gebäude wegzuleiten. Zuvor lief das Regenwasser immer auf den Verbindungsweg. Mit dem Umbau leitet eine kleine Rigole das Wasser in den Wald ab.

Per Kleinbagger wird auf der Westseite des Astrographen-Gebäudes eine Rinne gezogen.

Die fast fertig ausgehobene Rinne.

Mit Schotter aufgefüllt, ist eine einfache Entwässerung entstanden.

Luftaufnahmen mit der Quadrocopter-Drohne von Johannes Hanke im Mai 2012 zeigten eine merkwürdige Struktur auf der Astrographenkuppel (siehe Bildersktion unten). Sie sah aus, als würde ein Stück Blech fehlen und sogar die darunter liegenden Hölzer sichtbar sein. Darauf hin liehen wir uns von der Fa. Holzbau-Walde eine Leiter. Luki als gelernter Zimmermann enterte gleich auf und untersuchte das vermeintliche Leck.

Vorbereitung und Fixierung der Dachdeckerleiter.

Luki im Einsatz. Das vermeintliche Leck wurde fotografiert.

Was aus großer Höhe das Aussehen eines Lecks oder einer Vertiefung hatte, entpuppte sich aus der Nähe als ein Metallstück, das in der Vergangenheit zur Abdichtung einer offensichtlichen Schadstelle eingesetzt wurde.

Im Mai 2012 rüstete Johannes Hanke seine Quadrocopter-Drohne mit einer kleinen Kamera aus und machte Luftbilder von der Sternwarte.

Im Astrographengebäude sind noch Einzelheiten wie das Teleskop und die neu gebaute Beobachtungs-Treppe erkennbar.

Mit weiterem Aufstieg werden auch das Spektroheliographenhaus und die freigelegte Struktur davor sichtbar.

Westlich des Astrographengebäudes (im Bild über dem Astrographengebäude) erkennt man die 2011 gerodete Freifläche.

Am 17.04.2012 gelang es, das beschädigte Kegelrad sowohl von der Spindel herunterzudrehen als auch das Ganze gleichzeitig aus der Nische auszubauen. Jetzt können wir überlegen, wie Kegelrad und Gewindeführung zu ersetzen sind.

Ausgebautes Kegelrad.

Beide Kegelräder. In der Mitte der ebenfalls beschädigte Gewindeeinsatz, der auf der Spindel saß und für die Auf- und Abwärtsbewegung der Bühne sorgte.

Die zwei ausgebrochenen Stellen am beschädigten Kegelrad.

Am 22.01.2011 fielen die Bäume zwischen Astrographengebäude und dem Spektrohelio-graphenhaus. Damit gelang es, Sterne, Sonne, Mond und Planeten 1 bis 1,5 Stunden länger im Westen zu beobachten, bevor sie in den Bäumen verschwanden. Nun bleibt nur noch der Süden und der Osten übrig. Dort fällte das Forstamt Anfang 2012 nochmal einige Bäume. Letztlich waren die Maßnahmen auch zur baulichen Sicherung von Spektroheliographenhaus und Astrographengebäude unerlässlich. 

Vorbereitung der Fällarbeiten der letzten Bäume in unmittelbarer Nähe zum Astrographengebäude.

Nach und nach lichtet sich das Feld.

Bis zum Spektroheliographenhaus zieht sich die Lichtung hin.

Im Winter wird die Sternwarte täglich überwacht. Der Frostschutz hat oberste Priorität. Die Schneeverhältnisse sind deutlich kritischer als 200 Höhenmeter tiefer in der Stadt. Hier einige Beispiele aus dem Jahr 2010. Das Bild rechts unten zeigt den Sonnenturm. Ein modernes Heizkraftwerk wäre wünschenswert, aber momentan heizen wir über elektrische Lüfter. Die Temperatur können wir auf etwa 5 Grad halten und damit Frostsicherheit schaffen.

Eingangstür am Astrographengebäude Ende Januar 2010.

Fensterläden an der Westseite des Astrographengebäudes Ende Januar 2010.

Hier ausnahmsweise eine Situation am Sonnenturmn, ebenfalls Ende Januar 2010

Ende August 2010 wurde der Schneckenradantrieb am Astrographen demontiert,  justiert bzw. gesäubert. Zum Teil waren die Antriebsteile durch altes verharztes Fett schwergängig geworden.

Schnecke vor dem Schneckenrad nach Abnahme der Verkeildung. Ganz links ist ein kleiner Teil des Schneckenrades sichtbar.

Freigelegtes Schneckenrad.

Ausgebaute Schnecke

Hie ist das Schneckengehäuse teilweise wieder eingebaut.

Demontierter Sitz der Antriebsschnecke.

Alle Teile des Antriebsschnecke.

Nach dem Ausfall der Spindelantriebs (Bewegung der Hebebühne) im April 2010 konstruierte Luki Anfang August eine rollbare Treppe. Der alte Tritt für die öffentlichen Beobachtungen erschien uns ohnehin zu unsicher. Das war Anlass genug, eine solidere und sicherere Kunstruktion zu schaffen. Außerdem können wir jetzt auch größere Höhen erreichen. Für eigene Beobachtungen dient die Treppe hervorragend als Ablagebühne für Ausrüstung (z. B. PC zur Belichtungssteuerung)  oder als Sitzgelegenheit für jede Höhe.

Stufenaufnahmen an einem der Treppenholme.

Einer der Seitenhölzer, die später die Treppenrückseite bilden werden.

Die fertige Treppe.

Fertige Treppe mit drehbaren Rollen, damit beliebig viele Positionen zum Teleskop eingenom-men werden können.

Detail einer der Rollen.

Am 26.05.2010 erhielt das Astrographengebäude einen neuen Anstrich. Zuvor fielen die Fernsterläden auf durch ihre Korrosion und der Putz war großflächig beschädigt. Das letzte Bild zeigt das fertige Äußere.

Astrographengebäude vor dem Anstrich..

Hier der alte Zustand vor der  Renovierung. Die grauen Stellen zeigen bereits  Renovierungserfolge. Hier wurde schon alter Putz ersetzt.

Das Astrographengebäude nach den Arbeiten.

Am 26.September 2009 ging unser E-Objektiv auf Reisen. Wolfgang Busch in Hamburg reinigte alle optischen Teile und setzte zudem die Linsen wieder verspannungsfrei ein.

Bevor es an den Ausbau des E-Objektivs ging, warfen wir einen Blick in das (nicht ausgebaute!) Triplett-Objektiv 340/4130.

Ausbau der E-Objektives 250/4130. Bereits in diesem Bild zeigen sich Verschmutzungen an der Oberfläche.

Das ausgebaute Objektiv. Die kleinen schwarzen Punkte sind Verschmutzungen auf der Außenseite der Frontlinse. Die schwarze Maskierung links außen soll den Eintritt von Falschlicht durch einen darunter liegenden Muschelbruch verhindern.

Im August 2008 ging es an den Kuppelantrieb. Bis dahin verursachte das Ritzel einen hörbaren Höhenschlag gegen den Kuppeldrehkranz. Unter alle Lagerböcke des Drehkranzes legten wir Distanzscheiben und beseitigten so den Höhenschlag. Die Laufschienen der Lorenräder wurde entrostet (Auf ihr dreht sich die Kuppel). Alle gefetteten Teile wurden gereinigt und neu mit frischem witterungsbeständigem Fett eingestrichen. Dasselbe passierte auch an beiden Zahnstangen der oberen und unteren Kuppelspaltführungen. Dort musste Herbert auch von außen mittels Dachdeckerleiter heran. Alle Fettbuchsen wurden mit neuem Fett ausgedrückt und so neu befüllt. Die Holzverkleidung des Kuppelspaltes wurde neu gestrichen. Wir danken hier der Fa. Sorge für die Leiter und der Fa. Heizöl-Piening für das Überlassen der Fettpresse.

Durch Abspannungen gesichertes Gerüst im Kuppelinneren. Der Hubboden wurde in seine obere Stellung gefahren.

Die obere Zahnstange der Kuppelmechanik ist nur von außen erreichbar. Eine Dachdeckerleiter wurde hierzu mit Spanngurten gesichert.

Herbert Lechte beim Säubern und Entrosten der Zahnstange und anderer mechanischen Teile. Rechts die geschlossenen Hälften des Kuppelspaltes.

Der 8m durchmessende Drehkranz im Ineren der Kuppel wurde mit Unterlegscheiben einige mm höhergelegt.

Die Hälften des beweglichen Kuppelspaltes laufen nur wenige mm über den festen umlaufenden Träger der festen Kuppelöffnung.

Blick vom Podest des Gerüstes auf die Teleskope in der Kuppel.

Ende Juli/Anfang August 2008 kümmerten wir uns während der Arbeiten an der Kuppel  um den Tubus des Fraunhofer-Refraktors und den ziemlich angelaufenen  Messingauszug .

Blick ins geöffnete Tubusende des 340mm-Astrographen. Hier hatte sich Korrosion breitgemacht.

Hier die aus dem 34cm-Tubus ausgebauten Teile, die ebenfall entrostet werden mussten.

Unser Vereinsmitglied Erwin Vorlaufer stiftete uns einen 3Zoll Steeltracker-Auszug der Fa. Baader-Planetarium, den wir am vorhandenen Messingauszug adaptierten. Der Messingauszug ist hier noch unbehandelt.

Der Messingauszug im voll ausgefahreren Zustand ohne die neuen Anbauteile.

Nachdem der Auszug mit Messingpolitur bearbeitet wurde, zeigte er sich im frischen Glanz. Hier mit dem neuen Baader-Auszug.