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PLANETEN IM JANUAR 2021

Merkur, bleibt mit der Sonne am Taghimmel.

Venus hat sich von Morgenhimmel zurückgezogen. Wenn sie um 07:39 Uhr am 1. Des Monat aufgeht, folgt ihr die Sonne gut 20min später nach.

Mars, im Widder ist mit 0,9mag immer och auffälliges Objekt am abendlichen Himmel und tritt am 24. ins Sternbild Stier. Mars‘ Durchmesser im Fernrohr misst bis Monatsende noch etwas über 6 Bogensekunden. Seine Untergänge verlagern sich vom 1. um 01:41 Uhr, auf 01:30 Uhr am 15. und 01:21 Uhr am 28.

Jupiter, steht noch mit Sonne am Taghimmel.

Der Ringplanet Saturn steht nach seiner Konjunktion mit der Sonne noch mit ihr am Taghimmel.

Uranus läutet allmählich seine Abtritt von der abendlichen Himmelsbühne ein. Der ferne Gasplanet kulminiert am 1. Um 17:50 Uhr, die Dämmerung endet am 01. Um 19:00 Uhr, Uranus‘ Höhe über dem westlichen Horizont misst dann noch 47Grad, was ihm Beobachtungszeit verschafft. Durch die im Februar schnell wachsenden Helligkeitsspannen ist am 15. das Dämmerungsende um 19:30Uhr erreicht – Uranus steht dann noch 39Grad hoch. Am 28. endet die Dämmerung um 19:50Uhr, Uranus steht dann noch 30Grad überm Horizont. Karte mit Uranus‘ Bahnbewegung im Jahr 2021.

Neptun steht nahe seiner Konjunktion mit der Sonne und bleibt unbeobachtbar. Karte mit Netun Bahnbewegung im Jahr 2021.

 

IAU-Definition für den Begriff „Planet“ (IAU: Internationale Astronomische Union): Ein Planet ist ein Körper der ausschließlich um die Sonne und keinen weiteren Körper läuft. Seine Form erreicht annähernd kugelförmige Gestalt. Seine Gravitation ist ausreichend groß, um seine Umgebung zu bereinigen. Er dominiert seine Umgebung also gravitativ.

ZWERGPLANETEN

Zwergplanet Ceres bleibt vorerst noch unbeobachtbar und meldet sich im August wieder zurück.

Pluto hält sich noch am Taghimmel auf.

Ein Zwergplanet ist ein Körper der wie ein Planet ausschließlich die Sonne und keinen weiteren Körper läuft. Seine Gestalt ist ebenfalls annähernd kugelförmig. Aber seine Gravitation reicht nicht aus, um seine Umge-bung zu bereinigen. Er darf außerdem kein Satellit (Mond) eines Planeten sein!

KLEINKÖRPER DER SONNENSYSTEMS

Vesta, „Planetoid“ Nr. 4, baut vor ihrer Opposition ihre Helligkeit bis auf 6mag aus und steht am 1. zwischen den Sternen Iota Leonis (4mag) und Denebola (2,1 mag), nach Nordwesten ziehend. Gegen Ende des Monats steht Vesta ca. 2,5Grad östlich des Stern Theta Leonis (3,3mag). Vestas geht am 12. um 20:10Uhr auf und am 15. Um 29:20Uhr, am tritt sie schon um 17:47 Uhr auf. Karte mit Vests Bahnbewegung im Jahr 2021.

Eunomia, „Planetoid“ Nr. 15, reduziert nach ihrer Opposition im Januar ihre Helligkeiten bis auf 9,5mag zum Monatsende. Eunomia bewegt sich fast nur in Rektaszension in westlicher Richtung. Eunomia geht am 1. Um 23:33Uhr den Meridian, am 28. schon um 22:26Uhr. Karte mit Eunomias Bahnbewegung im Jahr 2021.

IAU-Definition für den Begriff „Kleinkörper des Sonnensystems“ (IAU: Internationale Astronomische Union): Kleinkörper des Sonnensystems sind alle weiteren die Sonne umlaufenden Körper, die nicht Planet oder Zwergplanet sind. Der Begriff „Kleinplanet“ sollte nicht mehr verwendet werden.

AUFFÄLLIGE METEORSTRÖME

Aus der Antihelion-Quelle tauchen hin und wieder einige wenige Meteore auf. Ihr Radiant wandert vom Sternbild Löwe bis zum Sternbild Jungfrau. Ihre Fallraten sind eher gering.

Die Alpha-Aurigiden traten ursprünglich zwischen dem 06.und 09. Februar auf, erbrachten aber in den jüngsten Jahren kaum Erscheinungen. Ob sie sich wieder zeigen bleibt abzuwarten.

Die Delta-Leoniden kann man um den 25. des Monats erwarten. Der Strom erstreckt sich zwischen dem 15. Februar und dem 10. März. Ihre Geschwindigkeit ist mit 23km/h eher langsam. Auch ihre Fallrate ist schwer vorhersagbar.

DER STERNENHIMMEL IM FEBRUAR 2021

Der Sternenhimmel des Monats

Objekte für Fernglas und Fernrohr

Sternbildportrait: Die Wasserschlange (Hydra, Hya)

Interessante Einzelsterne in Hya

DER STERNENHIMMEL DES MONATS Um den 15. Februar gegen 24 Uhr hat das Wintersechseck den Raum über dem Westhorizont eingenommen. Das Sternbild Löwe steht vor seiner Kulmination. Unter ihm ist der Kopf der Wasserschlange zu sehen, dicht östlich davon Alphard, Hauptstern der Wasserschlange. Die Wasserschlange ist das Größte der 88 Sternbilder und das Längste dazu. In Rektaszension überspannt es eine Länge von 08h 11m bis 15h 04m! Also vom Einhorn bis zur Waage – Fast ein Drittel des gesamten Himmelsumfangs knapp unterhalb des Äquators.

Löwe und Wasserschlange füllen den Himmel zwischen Osthorizont und Meridian. Die Sternbilderkette aus Löwe, Haar der Berenike, Jagdhunde und Großer Bär eröffnet nun die frühjahrstypische Galaxienzeit. Dafür ist auch die Jungfrau schon hoch genug aufgestiegen. Wir können unseren 40×150 Fujinon-Feldstecher, die bislang im Keller rumgelegen haben, nun endlich rausholen und an den Himmel richten.

Unterhalb der Wasserschlange sollten bei klarstem Wetter und gutem Beobachtungsstandort (teilweise) die südlichen Sternbilder Antlia (Luftpumpe), Pyxis (Kompass) und Puppis (Hinterdeck des Schiffes Argo) zu sehen sein.

Den Frühling kündigen die großartigen Figuren des Bootes und Hercules über dem Osthorizont an. Wega im Sommersternbild Leier ist in Nord-Nord-Ost eben aufgegangen. Im Norden hat die Milchstraße im Cepheus ihre tiefste Stellung erreicht und strebt ab jetzt wieder höheren Stellungen zu: Bald werden Schwan, Adler und Leier wieder den kommenden Sommer verheißen und damit auch die helleren Teile unserer Heimatga-laxie. Die Nähe zur Wintermilchstraße offeriert uns im Februar einige Deep-Sky-Objekte:

Objekte für Fernglas und Fernrohr Das Sternbildportrait des Monats gilt der Hydra. Der Sternhaufen M 48 ist mit dabei. Als prominentestes Objekt gilt sicher die Galaxie M 83. Durch ihre südliche Stellung ist sie eine Herausforderung für Beobachter nördlich von 50° nördlicher Breite. Weitere Objekte siehe untenstehende Tabelle!

Sternbildportrait Die Wasserschlange taucht in zwei Sagen auf: Die bekanntere Variante nennt den Helden Herakles als Be-zwinger der Hydra, die er in einer seiner 12 Aufgaben besiegen musste. Die Hydra, eine Figur halb Mensch halb Tier, war eine Schwester des Drachen Ladon, der die Goldenen Apfel der Hespiriden bewachte und ebenfalls als nördliches Sternbild bekannt ist. Die Hydra ist die sprichwörtliche Schlange mit vielen (9) Köpfen. Einer soll sogar unsterblich gewesen sein.

Ähnlich der Sage um das Meeresungeheuer Cetus (Kaitos) verwüstete auch die Wasserschlange ganze Siedlungen und Landstriche. Sie hauste in einem Sumpf und unternahm von dort aus ihre Zerstörungszüge. Kompliziert wurde die ganze Sache dadurch, dass ihr Atem und sogar der Geruch ihrer Spuren so giftig wa-ren, dass jeder der damit in Kontakt kam, auf der Stelle starb.

Herakles lockte die Hydra mit Feuerpfeilen aus ihrem Versteck und versuchte, ihre Köpfe abzuschlagen. Lei-der wuchsen sofort jeweils zwei neue Köpfe nach (heute noch sprichwörtlich). Mit Hilfe seines Wagenlenkers gelang es Herakles jedoch, die Stellen der abgeschlagenen Köpfe nacheinander auszubrennen. Ebenfalls den unsterblichen Kopf schlug er ab und vergrub ihn unter einem mächtigen Felsen. In den Kampf mit der Wasserschlange mischte sich auch ein Krebs ein, der aus dem Sumpf hervorkroch und Herakles ins Bein biss. Er wurde von dem Verletzten zertreten und landete ebenfalls am Sternenhimmel -zwischen den Zwillingen und dem Löwen.

Andere Quellen berichten von einer Verwicklung in die Geschichte über den Raben und dem Becher, die sich beide am Sternenhimmel auf dem Rücken der Hydra finden lassen.

Angeblich schickte der Gott Apollon einen Raben los, um ihn Wasser holen zu lassen. Der Rabe tat dies auch, pausierte aber unterwegs ausgiebig, um sich erstmal an einem Feigenbaum satt zu essen. Apollon bemerkte nicht nur die verspätete Ankunft des Vogels, sondern durchschaute auch dessen Lüge: Demnach sollte ihm eine Wasserschlange den Weg zur Quelle versperrt haben. Prompt schickte Apollon den Raben an den Himmel, aber so zwischen einer Biegung der Hydra, dass der Rabe „Corvus“ nicht mehr aus der Wasserschale, dem Becher „Crater“ trinken konnte.

Nachfolgend eine Karte des Sternbildes.

Der dargestellte Himmelsanblick auf der Karte gilt für den 15.11. 24h, 30.11. 23h, 15.12. 22h, 31.12 21h usw. Die Karte wurde erstellt mit Guide 9.0

Einzelne Sterne in den Zwillingen

Alpha leuchtet mit 2,0 mag und gelblicher Farbe in 180 Lichtjahren Entfernung. Sein Name, Alphard, bedeutet so viel wie Al Fard al Shuja, „Der allein stehende Stern in der Schlange“. Bei den Chinesen war er „Tsing Kew“, der „Grüne Hügel.“ Auch „Suhail“, der „Nördliche“, war in Gebrauch.

Beta leuchtet bläulich mit 4,3 mag Helligkeit und ist 360 Lichtjahre entfernt. Bei den Chinesen war er „Tsing Kew“, der grüne Hügel“, den er mit dem Stern Xi zusammen bildete.

Gamma ist gelblich, 3 mag hell und ist 132 Lichtjahre entfernt

Delta leuchtet bläulich mit 4,1 mag bei 175 Lichtjahren Abstand..

Quellen

Himmelsjahr 2021, Kosmos-Verlag

Sternbilder und ihre Mythen, Springer-Verlag

Starnames -Their Lore and Meaning, Dover Publ. Inc.

Atlas für Himmelsbeobachter, Kosmos-Verlag

The Night-Sky Observers Guide, Willmann-Bell Inc.

Sterne erzählen, Walter-Verlag Viel Spaß beim Beobachten!