Im Folgenden haben wir kleine Bildergalerien zu den folgenden Themenbereichen verlinkt (1-6 Bilder). Manchmal enthalten die Abschnitte auch (noch) keine Bilder – dort, wo uns besonders historisches Bildmaterial fehlt.

Ausstattung

Der Sonnenturm beherbergt einen 65/50cm Coelostat. Über Hilfsspiegel und Nachvergrös-serungslinsen unterhalb des Coelostaten wird das Licht über einen Spalt in die Spektrographenzelle geleitet. Mittels eines 1200-Linien-Gitters erfolgt die Lichtdispersion. Das Licht wird danach wieder aus der Spektrographenzelle herausgeleietet für eine weitere einfache Signalverarbeitung.

Im Vordergrund der paralaktisch montierte Primäspiegel, im Hintergrund der Sekundärspiegel des Coelostaten.

Detailaufnahme der Lichtumleitug und Nachvergrößerung vor dem Spalt.

2011 wurde über eine Mattscheibe im Nebenstrahlengang eine Sonnenprojektion im Erdge-schoss installiert.

Geschichte

Der Sonnenturm wurde als Nachfolgeeinrichtung des Spektroheliographenhauses ab 1942 aus Mitteln des Reichsluftfahrt-Ministeriums erbaut. Nachdem Mögel und Dellinger 1935 nachgewiesen hatten, dass die Aktivität der Sonne Einflüsse auf die Weiterleitung von Funkwellen entlang der Ionosphäre hat, wurde die Sonnenforschung als „kriegswichtig“ eingestuft. Einsatzfähig war der Sonnenturm erst kurz vor Kriegsende, so dass alliierte Offiziere die ersten waren, die die Einrichtung tatsächlich nutzen konnten. 1947 veröffentlichte Hans-Heinrich Voigt eine erste grundlegende Arbeit zur Randverdunklung der Sonne auf Basis von Messergebnissen mit dem Sonnenturm. Aufgrund der in Deutschland nur mittelmäßigen Bedingungen für die Sonnenforschung orientierte sich die UNI Göttingen ab 1961 hin zu anderen Standorten. Seit den 80er Jahren ist die UNI Göttingen u. a. in internationalen Kooperationen in der Sonnen-Forschung engagiert.

Quelle für alle 3 Fotos: Zeiss-Archiv, Jena.

Mit diesem Behelfskran wurden die angelieferten Teie (1944) an der Südwand emporgezogen.

Der teilmontierte Coelostat (1944).

Die Polachse des Coelostaten wird per Kran in die Kuppel befördert  (1944).

Unterhaltung

Am 26.04.2021 wurden von der Stadtforst Göttingen weitere Bäume um das Astrographengebäude und den Sonnenturm gefäll. Hier Eindrücke vom Rückschnitt am Sonnenturm.

Der Anblick vom Astrographengebäude her kommend ist jetzt frei. Damit kann morgens eher mit Sonnenbeobachtungen begonnen werden.

Sonnenturm in Richtung Westen. Im Vordergrund liegendes Baumholz.

Am augenfälligsten ist der Blick zurück zum astrographengebäude.

Unterhaltung

Im Oktober 2015 konnten die von der niedersächsischen Sparkassenstiftung geförderten Sa-nierungsarbeiten an der Fassade des Sonnenturms beginnen. Dabei wurden die Flächen zu-erst per Stahlbesen vorgereinigt, dann vollflächig grundiert und zum Abschluss mit einer silikat-haltigen Fassadenfarbe beschichtet.

Der Abbau des Gerüstes nach Fertigstellung der Arbeiten an der Südwand.

Hier ist das Gerüst bereits vollständig umgesetzt an der Ostwand des Gebäudes.

Hier zeigt sich der Unterschied zwischen erneuerter Fassade (links) und der rechts im Bild sichtbaren Ostseite des Sonnenturmes.

Unser Vorsitzender Bernd reiniget erst einmal  die Regenrinne, bevor es an die Wand geht.

Im April 2015 wurde eine Erneuerung der Regenrinnen nach Feuchtigkeits- und Frostschäden im Gebäude unumgänglich. Dazu lieh uns die Göttinger Fa. MENKE-GERUESTBAU ein Grüst mit ca. 100m2 Fläche aus. Ohne diese Unterstützung wären die Arbeiten nicht zu leisten gewesen.

Die Turmwestseite ist eingerüstet.

Das durch Frosteinwirkung geborstenes Fallrohr am Turm.

Lukas begutachtet die schon abgetrennten alten Rinnen.

Die noch unbearbeitete mit Baumsamen und Blättern verstopfte alte Dachrinne auf der Ostseite des Sonnenturmes.

Die neue Dachrinne an der nordwestlichen Seite. Im Hintergrund der Funkmast.

Vorarbeiten am 28.09.2012 für die Errichtung eines Vordaches am Haupteingang. Links und Mitte: Anschweißen der Ankerplatten für die Befestigung der Pfosten.

Schweißarbeiten an den Stützen, die später das Vordach tragen sollen.

Arbeit an den zukünftigen Stützen für das Vordach.

Vom 04. bis 22.09.2012 wurde eine Drainage um den Sonnenturm verlegt. Der umgebende anstehende lehmhaltige Muschelkalkboden erwies sich als harter Gegner.

Aushub rund um den Turm, im Vordergrund ist der bereits gelieferte Drainagekies sichtbar.

Bernd und Hans-Joachim beim Einfüllen des Drainagekieses.

An der Wand ist die Dichtungsbahn zu sehen, an der Sohle liegt bereits das Drainagerohr, im Vordegrund ist es schon übererdet.

Der Kleinbagger, mit dem Lukas den Aushub erledigte. Mit dem Spaten hätte man den lehmhaltigen und steinigen Boden kaum bewegen können.

Per Radlader füllt Jonathan den Kies ein.

Herbert im Kleinbagger.

Am 16.06.2012 besorgte Lukas eine Dachdeckerleiter von der Fa. Holzbau-Walde, mit der zuvor die Kuppel am Astrographen inspiziert wurde. Gleichzeitig nutzten wir die Gelegenheit zur Reparatur der Dachrinne.

Die extra lange Dachdeckerleiter.

Hier sieht man schön die große Arbeitshöhe. Nichts für schwache Nerven.

Austausch von beschädigten Teilen der Regenrinne.

Lukas besorgte uns im Juli 2011 eine Dachdeckerleiter von der Fa. Holzbau-Walde für eine Reinigungsaktion an den Dachrinnen. Die Dachrinnen sollten uns noch lange beschäftigen. Erst 2015 kehrte mit der Erneuerung aller Dachrinnen und Fallrohre Ruhe ein. Die Reinigung nach dem herbstlichen Laubfall bleibt jedoch Daueraufgabe.

Aufbau der Leiter am Treppenhaus.

Mit einem Besen schiebt Luki den angesammelten Schmutz aus den Rinnen.

Der „Output“ war entsprechend.

Es hatten sich regelrechte „Würste“ gebildet mit eigenem Kleinbiotop.

Nach erledigter Arbeit ging die Leiter wieder zurück.

Der Herbst kommt jedes Jahr. Genauso regelmäßig fallen jährlich Arbeiten wie Laubblasen oder -harken an. Hier Beispiele aus 2007.

Zum Fotografieren wunderschön, aber für die Alltagspraxis ungünstig. Laubteppich.

Vereinsmitglied Henning beim Wegpusten des Herbstlaubs.

Der Weg zwischen Sonnenturm und Heizungshaus.

Im April 2007 fiel der Kondensator am Nachführmotor des Coelostaten aus. Nun hieß es ausbauen, um an die Einzelteile heranzukommen. Bei der Gelegenheit tauschten wir auch gleich das Getriebeöl aus und ersezten die Gehäuseabdeckung.

Vereinsmitglied Vadim und unser Vorsitzender Bernd bei der Arbeit am Getriebe.

Das Getriebe sitzt im Block rechts vorne, nach links angeflanscht ist in schwarz der Motor.

Nach Einbau des Kodensators (das Original stammte aus 1958!) legt Vadim letzte Hand an.